Darmstädter

Darmstädter · 13. Juli 2019
Frühjahr 2019: Ich bin bei Paul-Hermann Gruner und wir diskutieren über „meine" Protagonisten für den Kalender „Darmstädter 2020". „Nimm Moritz Neumann", meint Freund Paul. „Moritz Neumann?", frage ich. „Ja, Moritz Neumann: Journalist, Schriftsteller, SPD-Politiker, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt und vieles mehr...", ist die Antwort. Ich zögere. Ich bin mir nicht sicher. „Lies!", meint Paul und drückt mir ein Buch in die Hand: „Im Zweifel nach Deutschland"...

Darmstädter · 03. Juni 2019
Es ist Ende April und ich sitze mit der Musikwissenschaftlerin und Vorsitzenden der Christoph-Graupner-Gesellschaft Prof. Dr. Ursula Kramer im gemütlichen Café Bleu in Darmstadt. Ich freue mich sehr, dass Frau Kramer sich die Zeit für ein Gespräch über Christoph Graupner genommen hat. Denn das Zeitalter des Barock liegt eine Weile zurück und es fällt mir etwas schwer, mich auf mein „Porträtsujet" einzustellen. Da frage ich doch gerne eine Fachfrau um Rat und falle gleich in der...

Darmstädter · 29. Mai 2019
„...Die Stadt ist groß genug. Man kann in ihren Straßen sagen, was man träumt...“ – das Zitat stammt aus dem „Gedicht für Darmstadt“ von Karl Krolow, erschienen 1965 , das die Stadt Darmstadt anlässlich seines Geburtstages bei ihm in Auftrag gab. Gibt es eine schönere Liebeserklärung an eine Stadt? Als ich vor Jahren auf dieses Zitat aufmerksam wurde, war mir klar, über Karl Krolow wollte ich mehr wissen, denn es spiegelt auch etwas von meiner Haltung zu Darmstadt wieder....

Darmstädter · 29. Mai 2019
Aber liebe Luise... was macht denn da der Dampfkochtopf auf meinem Schreibtisch zwischen all den Büchern, Fotos und Artikeln? Man kann sehen, er hat Staub auf dem Deckel, wird also demnach wohl nicht oft genutzt. Jaja, Asche auf mein Haupt, ich gestehe, ich nutze ihn nur als normalen Kochtopf, es passt ja viel rein – meine Mutter hat den Dampfkochtopf-Kampf mit mir schon lange aufgegeben. „...Also warum sind unsere Frauen conservativ, warum hassen sie den Fortschritt innerhalb ihrer...

Darmstädter · 30. April 2019
Betrachtet man die Geschichte Darmstadts während der Zeit des Nationalsozialismus, so sucht man doch recht mühsam nach aufrechten Persönlichkeiten, die Widerstand leisteten. Umso erstaunlicher, dass gerade im kleinen Arheilgen in der Person des Pfarrers Karl Grein, ein Mitglied der Bekennenden Kirche aktiv tätig war. Die absurden Schikanen der nationalsozialistisch gesteuerten „Amtskirche" der Deutschen Christen gegen Grein fanden ihren Höhepunkt im sogenannten „Kirchenkampf" von 1935...

Darmstädter · 06. April 2019
Frühling und es ist Sonntag in Darmstadt-Arheilgen – ich sehe aus dem Fenster: Schräg gegenüber das Pfarrhaus der hiesigen Evangelisch-lutherischen Auferstehungsgemeinde, in dem ich so oft und gern zu Gast bin. Neben meinem Haus die Aaron-Reinhardt-Straße, benannt nach dem Verleger des „Arheilger Anzeigers", Aaron Reinhardt. Vor 81 Jahren wohnte im Pfarrhaus, Karl Grein, auch der „Schwarze Karl" genannt und in der damaligen Obergasse Aaron Reinhardt mit seiner Tochter Johanna. Karl...

Darmstädter · 29. September 2018
Wie kam es eigentlich zu dem Kalenderprojekt „Darmstädter“? Und was hat das Ganze mit dem fernen Nepal zu tun? Ich mag Geschichten und nun kommt ein Teil von „meiner" Geschichte: Vor ungefähr einem Jahr saß ich, nach recht schweren Zeiten, mit einem Freund abends in einer Kneipe und wir sprachen über unsere Träume. Ich erzählte ihm von meinem langjährigen Wunsch nach Nepal zu reisen. „Was willst Du denn da machen?“, fragte er mich. „Ich will Neues sehen und erleben und vor...

Darmstädter · 21. September 2018
Vom Selbstporträt über das Porträt zur Porträtfotografie, Dank an Andreas Zierhut...

Darmstädter · 16. September 2018
Da reitet sie auf Ihrem Pferd, den Wind im Gesicht – Karoline – die große Landgräfin mit dem ewig langem Namen: Karoline Henriette Christine Philippine Luise von Pfalz-Zweibrücken. Keine anderes Persönlichkeit hat mich über die Jahre hinweg so motiviert wie diese Frau. Bereits in meinem Plakat „Darmstädter" fliegt sie auf ihrem Pferd über Darmstadt und trüben Konventionen hinweg. Und sie war bei dem Kalenderprojekt von Anfang an mein Leitmotiv. Unbekümmert schrieb ich in dem...

Darmstädter · 28. August 2018
Also mal ganz ehrlich – was wäre Darmstadt ohne Hochzeitsturm???? Nackig! Trostlos! Was sollten arme Illustratoren dann zeichnen?? Allein dafür hat Joseph Maria Olbrich einen Orden verdient. Welche Stadt hat denn schon so ein schönes Wahrzeichen? Paris, der Eiffelturm oder die Freiheitsstatue in New York – ist ja ganz nett – aber dieser Hochzeitsturm lässt sich prima zeichnen – auch von ungeübten Händen. Das liegt an seiner schlichten und „griffigen" Form. Hier eine Miniauswahl...

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