Darmstädter 2021 · 03. Juli 2020
Es war alles so schön geplant: Am 25. April 2020 wäre sein 100ster Geburtstag gewesen und Darmstadt wollte das feiern mit unterschiedlichsten Ausstellungen an 11 Orten, alles Dokumentationen der großen Bandbreite seiner Werke: den Zeichner, Künstler und Grafiker Helmut Lortz. Vor allem für das Heinerfest waren viele Aktivitäten rund um die beliebten, von Lortz gezeichneten Sympathiefiguren geplant – aber Corona kam dazwischen. Die Ausstellungseröffnungen im April wurden zunächst...

Darmstädter 2021 · 21. Juni 2020
Die Recherche zu historischen Persönlichkeiten wird des öfteren zu einer Reise in die Vergangenheit – aber manchmal gestaltet sich diese sich doch etwas kompliziert. So bei Elisabeth-Dorothea von Hessen-Darmstadt (* 8. Januar 1640 in Coburg; † 24. August 1709 in Butzbach) Dabei war sie Darmstadts erste Regentin.

Darmstädter 2021 · 07. Juni 2020
Wie sah das in der vormaligen Reithalle untergebrachte Großherzogliche alte Hoftheater aus? Wie das Pädagog? Wie das ehemalige Kavaliershaus, das heutige Jazzinstitut? Und wer weiß heute noch, dass es auf der kleinen Insel im Teich des Herrengartens ein kleines Fischerhäuschen und auf der Rosenhöhe eine große Schaukel gab?

Darmstädter · 08. Oktober 2019
Kurz vor seinem Tod im Jahr 1567 hinterlässt Landgraf Philipp I. von Hessen, genannt der “Großmütige", seinen Söhnen folgenden Leitsatz als Vermächtnis: „Niemanden um des Glaubens willen am Leben strafen.“ Dieser schlichte Grundsatz im Namen der Toleranz hat mich so beeindruckt, dass er zum Leitfaden für meinen Kalender 2020 wurde.

Darmstädter · 02. Oktober 2019
"Mein liebes Gretchen, Guten Morgen! Wie geht es? Schlafen Sie auch ordentlich und machen sich keine zu große Sorgen? Es wird noch alles gut werden – nur unverzagt sein..." (Zarin Alexandra an Margarathe von Fabrice - "Gretchen" - 21.2./5.3.1897) Dieser Auszug stammt aus einem Brief von Alix, der letzten, russischen Zarin an ihre ehemalige Hofdame, Margarethe von Fabrice. Das Buch "Alix an Gretchen" umfasst eine Sammlung von Briefen, wurde von Heinrich Graf von Spreti und Thomas Aufleger...

Darmstädter · 18. September 2019
„Mit größerer Majestät hat noch nie ein Verstand stillgestanden.“ Aber wenn man die Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg liest, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Verstand still steht, eher gering. Im Gegenteil: Ich las in Kneipen, auf der Reise und abends im Bett und verbrachte hellwache Nächte mit den Aphorismen. Selten habe ich mit so großer Freude kreuz und quer gedacht. Vieles erschließt sich nicht unbedingt beim ersten Lesen, aber man weiß, „das hat was" – und dann...

Darmstädter · 06. September 2019
"Blatt, Blatt, Blatt – Moos, Moos, Moos", murmelt es um mich herum – ich bin im Jahr 2018 beim Darmstädter Musikgespräch mit Ute Ritschel. Die Kuratorin und Organisatorin der Internationalen Waldkunst ist eingeladen, um über das Thema Musik und Klang beim Internationalen Waldkunstpfad zu referieren. Zum Abschluss des diskussionsintensiven Abends springt sie auf und verkündet: “Wir machen nun eine John-Cage-Performance..." Und so stehe ich zwischen all den anderen Besuchern, spreche...

Darmstädter · 19. August 2019
Verschreibt ein Arzt ein Medikament, gehen wir in die Apotheke und erhalten in der Regel ein Präparat, das industriell hergestellt wurde. Das war nicht immer so. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden viele Medikamente direkt in der Apotheke zubereitet. Heute kommt das eher selten vor. Aber die Geschichte der Apotheken reicht bis ins zwölfte Jahrhundert. Um 1241 wurde vom Stauferkaiser Friedrich II. im Königreich Sizilien das „Edikt von Salerno“ („ Medizinalordnung") erlassen: die erste...

Darmstädter · 12. August 2019
Wie schön: am 25. August wird das bekannteste Denkmal Darmstadts 175 Jahre alt – das Ludwigsdenkmal (Langer Lui), 1844 fertig gestellt – Architekt Georg Moller. Was geschehen wäre, wenn Moller seinen Entwurf nicht realisiert hätte, sieht man links. Im aktuellen Lepporello von Gruner & Haag zum Ludwigsjubiläum ist es abgebildet. Das Denkmal von Georg Lerch wäre doch recht traurig gewesen. Dann sehe ich doch gerne Großherzog Ludewig I, schön nach oben entrückt, auf sein Volk...

Darmstädter · 04. August 2019
„Sie sind die Frau Köth. Was machen Sie denn hier in der Scala?“ „Ich singe die Königin der Nacht.“ „Die hätte ich singen sollen, aber die Rolle ist mir zu klein.“ „Für mich gibt es bei Mozart keine kleinen Rollen.“ So ungefähr verlief der legendäre Dialog zwischen Maria Callas und Erika Köth bei ihrer ersten und letzten Begegnung in der Mailänder Scala.

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